Wäre die Welt ohne Israel ein besserer Platz?

vor 3 Monaten

Wäre die Welt ohne Israel ein besserer Platz?
Bildquelle: Tichys Einblick

Wer in den letzten Wochen der Mehrheit der Lautstarken in der Politik und der veröffentlichten Schrei-Meinung folgt, kommt fast nicht umhin zu glauben, dass die Welt einzig und allein an Israel leidet, das in diesen Tagen zurückhaltend sein 78. Jahr der Wiedergründung feiert. Die Juden sind mal wieder an allem schuld. So sieht das Bild aus der Perspektive der überteuerten Tanksäulen und der gestörten Urlaubspläne für den Sommer 2026 aus. Tatsache ist: Dieses Bild ist schwer gestört, verwischt den Blick auf die wahren Ursachen.

Kein Zweifel: Die Energie-Versorgung ist lebenswichtig. Mobilität zu Wasser, zu Land und in der Luft ist eine der großen Errungenschaften unserer Zivilisation. Aber Mobilität macht nur Sinn, wenn man zuverlässig weiß, wo man zuhause ist und wo man hinwill. Dass sich die Mehrheit der westlichen, aufgeklärten Welt zuhause wohlfühlt, daran haben die Juden und Israel einen nicht unerheblichen Anteil.

Sie haben der Menschheit vor 3000 Jahren die Zehn Gebote geschenkt und in den letzten 100 Jahren über 20 Prozent der Nobelpreisträger, in den naturwissenschaftlichen Fächern sogar 30 Prozent, gestellt. Seit 1948 kann sich jeder davon überzeugen, dass man in einer von der Natur benachteiligten Umgebung mit Nachbarn, die Millionen aufgehetzte, blutrünstige Menschen umgeben, einen lebens-, liebenswerten und in jeder Hinsicht erfolgreichen Staat aufbauen kann, der zu den digitalen Zentren der modernen Welt gehört. Das alles in einem jüdischen Nationalstaat mit einer lebendigen Demokratie als Staatsform, der jeden willkommen heißt, der ihn als solchen anerkennt und respektiert. In einer Fakultät hat Israel Nachholbedarf: bei der Eroberung der öffentlichen Meinung.

Wer den jüdischen Nationalstaat nicht anerkennt, ist irrelevant oder muss sich mit der Israelischen Verteidigungsarmee (IDF) anlegen. Besser nicht. Zur Klarheit: Dieser jüdische Nationalstaat hat niemand etwas weggenommen. Denn die Juden sind das Urvolk in einer Region, die vor 1.900 Jahren vom Römischen Reich in Palästina umbenannt wurde. Jerusalem, das geographische Zentrum des Judentums, wollten Cäsaren für die Ewigkeit den Namen „Aelia Capitolina“ geben. Aus der Ewigkeit wurden nur wenige Jahre. Das Römische Reich ist ein Kapitel der Geschichte. Jerusalem ist eine lebendige Millionen-Metropole, die Hauptstadt Israels, die ihr kulturelles Erbe sorgfältig pflegt. Wer ehrlich mitmachen will, findet hier offene Türen.

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