Wegen Ebola-Ausbruch in Afrika: Lauterbach fordert mehr deutsche Entwicklungshilfe

vor etwa 2 Monaten

Wegen Ebola-Ausbruch in Afrika: Lauterbach fordert mehr deutsche Entwicklungshilfe
Bildquelle: Apollo News

Der frühere Gesundheitsminister Karl Lauterbach fordert angesichts des Ebola-Ausbruchs im Kongo mehr deutsche Entwicklungshilfe. „Der Ebola-Ausbruch verdeutlicht, dass wir keinesfalls bei der Entwicklungszusammenarbeit sparen dürfen. Deutschland sollte seinen Etat für das Entwicklungsministerium wie beim Thema Verteidigung konsequent aufstocken, nicht zusammenstreichen“, sagte er der Rheinischen Post. Für dieses Jahr beträgt der Etat des Entwicklungshilfeministeriums 10,05 Milliarden Euro.

Dabei gehe es „vor allem auch um Eigenschutz“. Denn durch die wegfallende Unterstützung der USA würden Gesundheitssysteme in afrikanischen Ländern zusammenbrechen. Das trage zu einer schnelleren Ausbreitung des Ebola-Virus bei, was „bei anderen Zoonosen zu Pandemien mit wirtschaftlichen Folgen für uns werden“ könne. Der Politiker, der einer Expertenkommission der WHO angehört, warnt: „Zugleich drohen durch erodierende Gesundheitssysteme Flüchtlingswellen aus afrikanischen Ländern Richtung Europa.“

Die Forderung von Rechtspopulisten, die Mittel für die Entwicklungshilfe zu kürzen, könnte sich bitter rächen und sei ein Fehler. Zugleich sagt er gegenüber der Rheinischen Post, dass er für Deutschland keine Gefahr durch das Ebola-Virus sehe. Obwohl der Ausbruch im Kongo nicht im Griff sei, sehe er keine Gefahr für andere afrikanische Länder oder Reisende, die auf dem Kontinent unterwegs seien.

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