Braucht Deutschland noch ein Familienministerium, wenn von dort seit Jahren keine einzige Initiative ausgegangen ist, die der Mehrheit der ganz normalen Familien nutzt und ein Frauenministerium, in dem jeder Mann in Damenunterwäsche inzwischen eine größere Lobby besitzt als jede biologisch eindeutige Frau?
Ist das noch Politik, oder kann das weg? Braucht es ein „Gesellschaftsministerium“, wie die noch amtierende Ministerin Lisa Paus ihr Haus gerne nennt, wenn aus dem Budget dieses Beamtenmolochs jedes Jahr allein 200 Millionen aus dem Topf „Demokratie leben!“ an radikale links-grüne Vorfeldorganisationen verteilt wird und jedes „Grillen gegen Rechts“ als demokratiefördernde Maßnahme beklatscht wird?
Lisa Paus besucht auf ihrer Sommertour das Kinder-, Jugend- und Stadtteilzentrum in Biebrich.
Braucht es ein Ministerium, das jedes frei erfundene Geschlecht mit Verfassungsrechten ausstatten will, das „Schulen der Vielfalt“, Genderlehrstühle und sexuelle Vielfalt für Kindergartenkinder fördert – aber die immer noch nicht geschiedene Familie aus Vater, Mutter und Kindern für eine reaktionäre Erfindung von Rechtsradikalen hält? Demnächst beginnen wieder Koalitionsverhandlungen und damit auch die Debatten über die Ressortverteilungen zwischen den potenziellen Koalitionspartnern CDU und SPD, aber auch über die Gestaltungsfelder, die man für relevant oder gar als notwendig erachtet.
Sagen wir, wie es ist, ein Ministerium, das seinen eigenen Zweck nicht definieren kann, viel Geld kostet und keiner einzigen Familie nutzt erscheint auf den ersten Blick wie ein Direktkandidat für einen MiIeischen Kettensägenmoment zur Reduzierung überflüssiger Bürokratie. Für wen genau sollte ja auch eine potenzielle nächste Frauenministerin (die weibliche Schreibweise ist keine Gendersprache, sondern vorauseilender Wahrscheinlichkeit geschuldet) zuständig sein, wenn sie wie die amtierende Lisa Paus nicht mehr definieren kann und will, was eine Frau überhaupt ist? Für wen genau ist eine Familienministerin zuständig, wenn in diesem Land jede Menschenansammlung, die zu lange gemeinsam in einem Flur steht, bereits zur Familie erklärt wird, vor lauter Angst, irgendjemanden aus dem regenbogenfarbenen Familienhappening fühle sich dadurch diskriminiert?
Wozu braucht es ein Ministerium für Kinder, Jugend und Senioren, wie es weiter im offiziellen Namen diese Behörde heißt, oder sagen wir es gleich mit den legendären Worten des ehemaligen SPD-Kanzlers Gerhard Schröder, der es einst despektierlich das Ministerium für „Frau und Gedöns“ nannte? Machen denn Frauen, Familien, Kinder, Jugendliche und Senioren nicht sowieso 100 Prozent unserer Bevölkerung aus und ist die Vertretung ihrer Interessen nicht sowieso selbstverständliche Aufgabe jeder Regierung? Also weg damit?
Gerhard Schröder mit seiner damaligen Familienministerin Renate Schmidt und Franz Müntefering.
Betrachtet man das Familienministerium nur aus der Perspektive einer Interessensvertretung ohne gestalterischen Anspruch, könnte man es für überflüssig, weil selbstverständlich erklären, denn es ist sowieso allgemeine Aufgabe des Staates, Ehe und Familie zu schützen. So steht es auch im deutschen Grundgesetz in Artikel 6, Absatz 1: „Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutz der staatlichen Ordnung“. Das Problem beginnt bei der Auslegung, was damit gemeint sei.
Was einst gedacht war als Ministerium, das gar eine Aufgabe von Verfassungsrang bewältigen sollte, ist heute längst nur noch ein Umschlagsplatz für linken Aktivismus. Wenn jeder eine Frau sein darf, jeder egal wen heiraten darf und alle eine Familie sind, gibt es nichts und niemanden mehr, den man besonders fördern und schützen kann, weil immer alle mitgemeint sein müssen. Man kann nicht nur die Frau, sondern sowohl die Ehe als auch die Familie abschaffen, indem man jeden dazu ernennt und den Wortsinn dahinter begrifflich von innen aushöhlt. Deutschland hat sich bereits vor Jahrzehnten für diesen Weg entschieden, der Rest sind Umsetzungsinstrumente für diverse Gesellschaftsutopien, die alle daran kranken, dass sie an den Bedürfnissen der Familie nach gemeinsamer Zeit und finanzieller Sicherheit völlig vorbeigehen.
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