Außenminister Wadephul äußerte sich zu dem islamistischen Anschlag in Syrien. Allerdings verurteilte er weder explizit den Islamismus, noch rief er zum Schutz von Christen auf. Am Montagvormittag trat er vor die Presse, im Vorfeld des Treffens der EU-Außenminister. Dabei soll es auch um die Situation im Nahen Osten und im Iran gehen. Am Sonntag verübte ein Islamist einen Anschlag auf die griechisch-orthodoxe Elias-Kirche von Damaskus, während dort ein Gottesdienst stattfand.
Dabei starben 22 Menschen. Laut dem syrischen Gesundheitsministerium wurden 63 weitere Personen verletzt. Bei dem Islamisten soll es sich laut syrischem Innenministerium um ein Mitglied der Terrororganisation Islamischer Staat gehandelt haben. Der Täter schoss auf mehrere Menschen und zündete anschließend einen Sprengstoffgürtel (Apollo News berichtete).
Wadephul sagte, dass man ein Interesse daran habe, dass Syrien sich politisch gut entwickle. „Und politisch bedeutet, dass alle Religionsgruppen und alle ethnischen Gruppen einbezogen werden.“ Der syrische Außenminister habe ihm bei einem Telefonat am 17. Juni versichert, dass die syrische Regierung dieses Ziel verfolge. Im März wurden 750 alawitische Zivilisten bei Racheakten getötet, unter den Tätern sollen auch HTS-Milizen sein, die dem Innen- und Verteidigungsministerium nahe stehen (mehr dazu hier).
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