Nach Angaben aus dem Weißen Haus steht die „reichhaltige bilaterale Partnerschaft“ im Mittelpunkt der Gespräche mit dem US-Vizepräsidenten. Vor dem gemeinsamen Auftritt sind zudem bilaterale Verhandlungen geplant, bei denen es neben wirtschaftlichen Fragen auch um Sicherheits- und geopolitische Themen gehen dürfte. Dies sei auch ein Signal für eine künftig noch engere Abstimmung zwischen Washington und Budapest – angesichts der oft ablehnenden Haltung der EU-Kommission und anderer EU-Staaten gegenüber Orbáns Politik.
Orbán, dessen Partei laut widersprüchlichen Umfragen unter Druck steht, erhofft sich durch den Besuch Rückenwind: Seit Monaten werden Erhebungen so gedeutet, dass seine Wiederwahl keineswegs sicher ist. Allerdings ist eine internationale Unterstützung allein selten wahlentscheidend – insbesondere in einem zunehmend polarisierten innenpolitischen Umfeld.
Die enge Verbindung zwischen Orbán und US-Präsident Donald Trump besteht bereits seit Jahren: Trump hatte dem ungarischen Regierungschef erst im Frühjahr demonstrativ den Rücken gestärkt und erklärt: „Er hat meine völlige und totale Zustimmung.“ Zugleich äußerte er den Wunsch: „Ich hoffe, dass er gewinnt, und zwar haushoch.“ Orbán sei ein „starker Führer“, so Trump weiter.
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