Am vergangenen Wochenende konnte man den Medien entnehmen: Die Europäische Union erwägt ein Verbot von TikTok für Kinder. In Deutschland fordern führende Regierungspolitiker sogar, Social-Media-Konten für unter 16-Jährige generell zu schließen.
Soziale Netzwerke wie Instagram, Snapchat, Rumble, X und TikTok haben ein hohes Suchtpotenzial – und als Vater erlebe ich das tagtäglich. Mein Sohn sieht sich ein Video nach dem anderen an. Durch den KI-gestützten Algorithmus werden ihm Inhalte präsentiert, die er wahrscheinlich interessant oder vermutlich besonders spannend findet. TikTok erkennt mithilfe der Smartphone-Kamera sogar, wohin er blickt und wie lange er bei einem Video verweilt.
Was aber ist das eigentliche Ziel der Social-Media-Konzerne? Warum streben sie danach, die Nutzer – insbesondere Kinder – so lange wie möglich auf ihren Plattformen zu halten?
Wie klassische Fernseh- oder Radiosender wollen sie vor allem Werbezeit und Produkte verkaufen. Rund 83 Prozent der Umsätze in der Branche resultieren aus diesen Aktivitäten. Für das laufende Jahr wird erwartet, dass durch Werbung und E-Commerce weltweit mehr als eine Billion US-Dollar erwirtschaftet werden. Darüber hinaus versuchen die Plattformen, Nutzer in kostenpflichtige Premium-Abonnements zu überführen und mit der reinen Anzahl an Nutzern ihren Unternehmenswert zu steigern.
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