Terroristen, so sagt man, sehnen sich vor allem nach einem: Beachtung, Öffentlichkeit. Simeon T. , bekannt unter dem Namen „Maja T.“, hat dieses Ziel am Mittwoch erreicht. Der Antifa-Extremist, der sich als „non-binär“ betrachtet, verwandelte die Urteilsverkündung an einem Budapester Gericht in eine Theatervorstellung – mit einem ausschweifenden, melodramatischen Monolog, in dem er sich als „welkende Blume“ bezeichnete, deren Gefühle ein „Schrei nach Liebe“ sei.
Die Anklage lautete auf gemeinschaftlich begangene schwere Körperverletzung als Mitglied einer kriminellen Vereinigung. Die „welkende Blume“ hatte laut Staatsanwaltschaft zusammen mit anderen Linksextremisten im Februar 2023 in Budapest mehrfach wehrlose Passanten überfallen und teilweise schwer verletzt.
24 Jahre hatte die Staatsanwaltschaft gefordert, auch wegen der Schwere der Verletzungen, und weil die Täter selbst auf am Boden liegende, bewusstlose Opfer noch weiter einschlugen. Gemessen daran fiel das Urteil recht mild aus: Acht Jahre Haft ohne Bewährung.
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