Immer weniger Selbständige im Land der Staatsbürokraten

vor 3 Monaten

Immer weniger Selbständige im Land der Staatsbürokraten
Bildquelle: Tichys Einblick

Beginnen wir mit einer guten Nachricht: Glaubt man einer Bertelsmann-Umfrage, können sich in Deutschland rund 40 Prozent der 15- bis 25-Jährigen eine Unternehmensgründung als persönlichen Lebensweg vorstellen. Das ist ein verblüffend hoher Wert in einem Land, in dem Jugendliche nicht selten als Karriereziele, halb spöttisch, halb im Ernst, Hartz IV oder den öffentlichen Dienst angeben.

Halten wir fest: Noch glimmt die Kohle des Unternehmertums in Deutschland, noch stehen wirtschaftliche Autonomie und Souveränität beim Nachwuchs hoch im Kurs. Es ist allerdings fraglich, ob dies genügt, um im Land der Klimatransformation, der tief verwurzelten Staatsgläubigkeit und des öffentlichen Dienstes eines Tages ein Gründungsfeuer zu entfachen, das eine Wende erzwingt und hilft, die seit langem akkumulierten Sünden der Klimasozialisten vergessen zu machen.

Doch wir schweifen ab. Romantische Jugendideale gelten wenig in den Führungszirkeln der Berliner Republik. Dort kollidiert das Ideal des freien Unternehmertums mit dem kulturpolitischen Ungeist des Etatismus – eine der zahlreichen politisch initiierten Konfliktlinien unserer Zeit. Unternehmerisches Handeln, die freie Entscheidung über die Verwendung von Kapital, birgt in einem Klima manisch erzwungener Ökotransformation zwangsläufig Konfliktpotenzial.

Publisher Logo

Dieser Artikel ist von Tichys Einblick

Klicke den folgenden Button, um den Artikel auf der Website von Tichys Einblick zu lesen.

Weitere Artikel