Nicht nur die Unzufriedenheit mit dem Koalitionspartner wächst in der Union weiter. Auch das Vertrauen in den eigenen Kanzler schwindet. Jetzt soll im politischen Berlin plötzlich von einem Einwechselkanzler die Rede sein. Dieser könnte laut Stern ausgerechnet der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst werden. Und schon verselbstständigt sich die mediale Debatte.
Sein Name gehe in der Hauptstadt „wie ein Geist durch die Flure“, heißt es im Stern. Auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung greift die Personalie am Dienstag auf ihrer Titelseite auf. Dass ein NRW-Ministerpräsident für Höheres gehandelt werde, gehöre „gewissermaßen zur Amtsbeschreibung“, meint der Kommentarschreiber dort.
Aufgrund seiner längeren Regierungserfahrung soll Hendrik Wüst, der seit fünf Jahren Deutschlands bevölkerungsstärkstes Bundesland regiert, einen Vorteil gegenüber dem amtierenden Kanzler Merz haben. Als Stärken nennt der Stern seine rhetorische Kontrolliertheit und seine gute Vernetzung.
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