Die Unterschriftenlisten füllen achtzehn Stapelkisten. Hansjörg Stützle und Hakon von Holst brachten sie nach Straßburg, mitten hinein in das EU-Parlament: 350.000 Europäer fordern, dass Bargeld gesetzlich nicht schlechtergestellt wird als der geplante digitale Euro. Es ist eine Petition gegen eine Entwicklung, die technokratisch daherkommt, aber tief in den Alltag der Bürger eingreift. Wer zahlen will, soll nicht auf Karte, App oder staatlich bevorzugte Digitalwährung gedrängt werden.
Am 20. Mai wurden die beiden Initiatoren von Politikern mehrerer Parteien im EU-Parlament empfangen. Engin Eroglu von den Freien Wählern machte bei der Übergabe deutlich: „Wenn Bargeld gesetzliches Zahlungsmittel ist, muss die öffentliche Hand hier mit gutem Beispiel vorangehen.“ Auch Markus Ferber von der CSU stellte sich hinter die verpflichtende Bargeldannahme durch öffentliche Einrichtungen. „Da haben Sie mich voll an Ihrer Seite“, sagte der langjährige Europaabgeordnete den Initiatoren. Mit Sibylle Berg und Fabio De Masi nahmen zwei weitere Mitglieder des Währungsausschusses die Petition entgegen. Alle betonten, der Erhalt der Barzahlung habe Priorität.
Bildquelle: Initiative Bargelderhalt.eu / Freie Wähler im EU-Parlament
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