„The Man Trap“, so hieß die allererste Folge der Serie „Star Trek“. Da fangen die Probleme schon an. Es sind zunächst einmal Sprachprobleme. Bei einem TV-Programm, das maßgeblich von Außerirdischen handelt, ist das vielleicht gar nicht einmal so überraschend.
„Star Trek“ heißt wörtlich übersetzt etwa „Sternenreise“. Den Autoren der deutschen Synchronisation war das offenbar nicht sexy genug. Jedenfalls nannten sie das Produkt „Raumschiff Enterprise“, was dem unvoreingenommenen Beobachter als nicht unbedingt attraktiver erscheinen dürfte. Auch die allererste Folge wurde mitnichten wörtlich übersetzt, dann hätte sie „Die Menschenfalle“ geheißen. Stattdessen nannte man sie in Deutschland „Das Letzte seiner Art“. Nun ja.
Der Sender NBC startete die neue Serie am 8. September 1966. Nur drei Staffeln später war schon wieder Schluss. Das Raumschiff Enterprise und seine Besatzung hatten beim Publikum versagt – zunächst. Denn kurz danach begannen sie, zwar nicht die Galaxie, aber die Welt zu erobern.
Unendlich viele Wiederholungen, ähnlich viele Kinofilme und ein Kometenschwarm an Fortsetzungen haben den vermeintlichen TV-Ladenhüter in eine der mächtigsten Erzählmaschinen der Popkultur verwandelt. Heute hütet der Rechte-Inhaber Paramount elf Serien, 14 Filme und mehr als 900 Episoden. Das irdische Raumschiff wurde zum Milliardenuniversum.
Gene Roddenberry entwarf etwas, das sich heute kaum noch jemand vorstellen kann: eine Zukunft, die besser ist als die Gegenwart.
Er zeichnete eine Menschheit ohne Armut und ohne nationale Kriege. Die Wissenschaft war bei ihm kein Verdachtsfall, Fortschritt war kein Schimpfwort, und das Weltall war keine Müllhalde.
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