CDU-Basis droht Merz mit Austritt: „Können es nicht mehr mittragen“

vor etwa 2 Stunden

CDU-Basis droht Merz mit Austritt: „Können es nicht mehr mittragen“
Bildquelle: Tichys Einblick

Friedrich Merz ist politisch am Ende. Jede Autorität ist weg, jeder Kredit verspielt, jede Hoffnung der Menschen auf den von ihm versprochenen Politikwechsel verglüht. Was nach seinem Amtsantritt noch als Enttäuschung über gebrochene Versprechen begann, ist inzwischen in Abwendung und offenen Hass umgeschlagen. Merz‘ politische Überlebenszeit wird längst nicht mehr in Jahren gemessen, sondern nur noch in Tagen oder Wochen. Die einzige offene Frage lautet inzwischen, wann die CDU selbst eingreift, denn begriffen hat sie es bereits seit langem, dass ihr Haus lichterloh in Flammen steht und bis auf die Grundmauern niederbrennt, wenn jetzt nicht gehandelt wird. Sie hat verstanden, dass sie diesen Vorsitzenden und Kanzler loswerden muss, wenn sie nicht noch weiter mit ihm weiter abstürzen will.

Und jetzt beginnt genau das, was bei einem politischen Ende fast immer zuletzt kommt: Die eigenen Leute lösen sich, immer zahlreicher. Erst gingen die Wähler, dann zerbrach das Vertrauen. Dann begannen die ersten Funktionäre damit sich abzuwenden oder auszutreten. Nun fängt die Basis an, die Gefolgschaft zu verweigern. Jene, die Merz einst für die Rückkehr der CDU zu sich selbst hielten, fragen, ob sie unter seiner Führung überhaupt noch in dieser Partei bleiben können. Wenn langjährige Mitglieder nicht mehr nur murren, sondern mit dem Austritt drohen, ist dies das Zeichen einer Partei, die ihren eigenen Vorsitzenden bereits abgeschrieben hat.

33 Mitglieder des CDU-Verbandes Großbeeren in Brandenburg haben ihrem Parteivorsitzenden und dem tief angeschlagenen Bundeskanzler einen Brandbrief geschickt. Sie verlangen Führung, Selbstkritik und wieder eine Politik, die überhaupt noch als CDU-Politik erkennbar ist. Mit anderen Worten: sie verlangen eigentlich aussichtsloses von diesem Mann, der in zweiter Wahl ins Amt gehievt wurde, wie eine 350kg Person mit einem Kran in die erste Etage. Mitautor Adrian Hepp macht inzwischen unmissverständlich klar, wohin die Reise gehen kann: Ändert sich der Kurs der Bundespartei nicht, werden Mitglieder ihre Parteibücher hinwerfen.

Hepp sagt selbst, die Unterzeichner seien grundsätzlich Merz-Anhänger gewesen. Sie hatten auf den Mann gehofft, der nach den Merkel-Jahren endlich wieder eine erkennbare CDU führen sollte. Nun stehen sie vor den Trümmern dieser Erwartung und müssen feststellen, dass ihnen ausgerechnet unter Friedrich Merz die politischen Inhalte ihrer eigenen Partei nicht existent sind.

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