Der Vorsitzende des Deutschen Beamtenbundes dbb, Volker Geyer, warnt gegenüber der Rheinischen Post vor weiteren Blackouts, die bald in ganz Deutschland zuschlagen könnten. Auch in anderen deutschen Städten sei ein Stromausfall im Ausmaß Berlins – wo in Teilen der Stadt tagelang kein Strom floss – jederzeit möglich, so Geyer. Konkret meinte der Beamte gegenüber der Zeitung: „Berlin hat gezeigt, dass man nicht auf Krisen dieser Art vorbereitet ist. Das ist eine Katastrophe.“
Der 60-Jährige warnt davor, dass der Staat sich in solchen Fällen nicht vorführen lassen dürfe. Die Bevölkerung würde gerade in Krisenzeiten einen handlungsfähigen Staat erwarten. Obwohl der Vorfall in Berlin durch einen mutmaßlich linksextremen Anschlag ausgelöst wurde, führt Geyer die Blackout-Gefahr in deutschen Städten auf die vermeintliche Privatisierung kritischer Infrastruktur zurück.
Dazu führt Geyer aus: „Nehmen Sie die Energieversorgung, das Telekommunikationsnetz, die Bahn. Jüngstes Beispiel ist die Autobahn GmbH. Die ist zwar noch in staatlicher Hand, aber der Staat hat keinen direkten Eingriff mehr.“ Dies ist zwar keine Privatisierung im herkömmlichen Sinn – für Geyer dennoch ein großes Übel.
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