Erneut steigen die Preise an deutschen Tankstellen rasant an – und erreichen am Sonntag neue Höchstwerte. Auslöser sind heftige Gefechte im Nahen und Mittleren Osten zwischen dem Iran und den USA. Die Eskalation gefährdet wichtige Öltransportrouten und treibt den Ölpreis weiter nach oben.
So kostete etwa Super E10 am Sonntag bundesweit im Schnitt 2,273 Euro je Liter – so viel wie nie zuvor. Zum Vergleich: Nach dem Ausbruch des Iran-Krieges Ende Februar stieg der Preis im März auf bis zu 2,107 Euro je Liter. Auch der Diesel zog weiter an und lag bei durchschnittlich 2,404 Euro je Liter. Mittags liegen die Preise jeweil noch deutlich höher – Grund ist die Spritpreisbremse, die nur noch eine Erhöhung am Tag um 12 Uhr erlaubt.
Die für Europa wichtige Nordsee-Ölsorte Brent lag am Montagmorgen bei mehr als 107 Dollar je Barrel. Grund dafür ist die eskalierende Lage im Nahen Osten. Neben der weitgehend blockierten Straße von Hormus gerät inzwischen auch die Route über das Rote Meer unter Druck. Saudi-Arabien hat nach einem Drohnenangriff aus dem Irak zudem vorsorglich eine wichtige Ölpipeline stillgelegt.
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