Die AfD-Bundesvorsitzende Alice Weidel fordert gegenüber The Pioneer Neuwahlen im Bund. Eine Auflösung des Deutschen Bundestages sieht sie demnach als die „sauberste Lösung“ an. Der Souverän müsse „jetzt entscheiden, wer das Land aus der Krise führen soll“. Dazu sei die AfD bereit, so Weidel.
So wie die AfD die CDU in Sachsen-Anhalt zu Sondierungsgesprächen über die Bildung einer neuen Regierung eingeladen hat, erklärt sich Weidel auch „unverändert bereit“, im Bund „in ernsthafte Gespräche einzutreten“. Als inhaltliche Kernpunkte der AfD sieht sie neben einer „echten und konsequenten Migrationswende“ die Abkehr von der derzeitigen Energiepolitik sowie die Rückkehr zu solider Haushaltsführung.
Ob daraus jedoch die Tolerierung einer Minderheitsregierung durch die AfD entstehen kann, ist fraglich. Weidel verweist auf die von Unionspolitikern „selbst aufgetürmten Mauern“ als Hindernis für eine Zusammenarbeit. In ihrer Antwort an The Pioneer wird deutlich, dass sie für eine Zeit nach Friedrich Merz plant. Ihr Augenmerk ist auf die „Kanzlerprätendenten“ der Union gerichtet.
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