Trump zeigt, wie es geht: Als der kolumbianische Präsident Gustavo Petro sich weigert, zwei Flugzeuge mit aus den USA abgeschobenen Landsleuten in Bogota landen zu lassen, reagiert der US-Präsident sofort, verkündet auf Social Media Strafzölle und weitere Sanktionen. Wenig später knickt Petro ein.
Sonntagmittag. Donald Trump, erstmals seit seinem Amtsantritt auf dem Trump National Dora-Golfplatz in Miami, erfährt am 3. Loch, dass sich Kolumbien weigert, ausgewiesene Kriminelle wieder aufzunehmen. Die Abgeschobenen dürften nicht wie Verbrecher behandelt werden. US-Außenminister Marco Rubio erklärt, Petro habe die Flüge zunächst autorisiert, die Autorisierung jedoch wieder zurückgenommen „als die Flugzeuge bereits in der Luft waren“. Der Präsident fackelt nicht lange und zückt sein Smartphone:
„Ich wurde gerade darüber informiert, dass zwei Rückführungsflüge aus den Vereinigten Staaten mit einer großen Anzahl illegaler Krimineller nicht in Kolumbien landen durften“, schreibt er auf seiner Plattform Truth Social. „Dieser Befehl wurde von Kolumbiens sozialistischem Präsidenten Gustavo Petro gegeben, der bei seinem Volk bereits sehr unbeliebt ist.“ Wenig später schreibt er: „Kolumbien gefährdet unsere nationale Sicherheit. Wir werden uns das nicht gefallen lassen!“
Am Sonntag und beim Golfen löst Trump mal eben ein außenpolitisches Problem.
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