In einem Interview mit der „Presse am Sonntag“ schilderte der nunmehrige Lehrer die dramatischen Zustände an seiner Mittelschule: Kinder, die trotz ihrer Geburt in Wien erst in der Schule erstmals mit Deutsch in Kontakt kommen, Walach schildert die massiven Sprachdefizite, die fehlenden Basiskompetenzen. Und der Ex-SPÖ-Mitarbeiter berichtet über Ramadan-bedingte Lernausfälle sowie über einen Lebensentwurf der Schüler, der für viele „für immer von der Sozialhilfe zu leben“ vorsieht.
Thomas Walach, der vor drei Jahren die Politik verließ, um an einer Mittelschule zu unterrichten, beschreibt ein ethnisch segregiertes Schulsystem: In seiner Schule in Wien haben von 400 Kindern nur fünf keinen Migrationshintergrund. Viele Schüler können weder richtig lesen noch schreiben, nicht einmal in ihrer Muttersprache.
Außerdem falle der Ramadan-Monat für den Lernerfolg faktisch aus, weil die Kinder tagsüber nichts essen und trinken, aber nachts feiern. Und Mädchen würden nach Abschluss der Pflichtschule häufig zwangsverheiratet und verlassen somit das Bildungssystem.
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