Die neue PISA-Studie 2025 zeigt den tiefsten Stand deutscher Schülerleistungen seit Beginn der Erhebung. Studienleiter Samuel Greiff spricht von „sozialen Trennlinien“. Die Daten selbst erzählen jedoch eine andere Geschichte.
Deutschland erlebt den zweiten großen PISA‑Schock. Die am Dienstag veröffentlichte Studie der OECD belegt ein katastrophales Abschneiden der einstigen Bildungsnation. In allen drei getesteten Bereichen liegen die Leistungen der 15-Jährigen auf einem historischen Tiefpunkt: 465 Punkte erreichten sie im Lesen, 464 in Mathematik, 486 in den Naturwissenschaften. Der OECD-Schnitt liegt bei 461, 463 und 482. Jeder dritte Jugendliche verfehlt beim Lesen und Rechnen das Mindestniveau, in den Naturwissenschaften ist es jeder vierte. Gut jeder fünfte Schüler hat in keinem der drei Bereiche ausreichende Basiskompetenzen.
Seit 2015 fallen die Werte in rasantem Tempo. In Mathematik lagen deutsche Schüler damals noch bei mehr als 500 Punkten. Heute sind es 464. PISA-Koordinator Samuel Greiff formuliert es so: „Was Jugendliche heute mit 15 können, das konnten sie 2015 mit 13.“
Die Lesekompetenz deutscher Schüler im Alter von 15 Jahren fällt seit 2015 rapide ab.
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