Nach dem Scheitern der FDP bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg ist in der Partei eine offene Führungsdebatte entbrannt. Besonders der Parteinachwuchs übt scharfe Kritik an der Bundesparteispitze und verlangt personelle Konsequenzen.
Die Freien Demokraten verpassten im Südwesten mit 4,4 Prozent den Einzug in den Landtag und sind damit erstmals seit Jahrzehnten nicht mehr im Stuttgarter Parlament vertreten. Das Ergebnis gilt für die Partei als besonders bitter, weil Baden-Württemberg traditionell als Stammland der Liberalen gilt und eine lange wirtschaftsliberale Tradition besitzt.
Besonders deutlich äußerte sich der Vorsitzende der Jungen Liberalen, Finn Flebbe. Er kritisierte die Parteiführung scharf und stellte deren Zukunft offen infrage. Gegenüber dem Spiegel erklärte Flebbe: „Dieses Ergebnis illustriert einmal mehr: Nach der Bundestagswahl hat es keinen wirklichen Neuanfang gegeben, die FDP ist unterhalb der Wahrnehmbarkeitsschwelle stagniert.“
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