Deutschland ist krank. Und das gleich doppelt.
Was ist hier los? Scheinbar gibt es zwei Welten:
Die durchschnittliche Zahl der Krankheitstage in Deutschland ist zuletzt deutlich gestiegen. Laut Statistischem Bundesamt auf 15,1 Tage im Jahr 2023. Nach Angaben der DAK beispielsweise war fast ein Drittel der Versicherten mindestens einmal im Jahr krankgeschrieben. Bei den Pflichtmitgliedern der gesetzlichen Krankenversicherung lag der Krankenstand im Jahresdurchschnitt bei knapp 6,1 Prozent. Die Schätzung für das Jahr 2024 liegt bei 5,9 Prozent.
Beschäftigte in Berufen mit Personalmangel waren besonders häufig krank.
Solche Höchstwerte von über 5 Prozent wurden zuletzt Mitte der 1970er Jahre erreicht und selbst da lagen die Spitzenwerte bei knapp 5,7 Prozent. In allen Jahren vorher und auch danach, also in den 1950er und 1960er Jahren, wie auch durchgehend seit den 1980er Jahren bis heute, lagen die durchschnittlichen Krankenzahlen immer deutlich unter diesem Niveau. Die deutschen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind also so krank wie nie.
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