Wird Stuttgart zum zweiten Detroit?

vor 9 Monaten

Wird Stuttgart zum zweiten Detroit?
Bildquelle: Tichys Einblick

Die Anzeichen der Krise in der schwäbischen Autobranche sind unübersehbar.Drastische Gewinneinbrüche, schrumpfende Absätze und Produktion auf breiter Front, Beschäftigungsabbau bei kleinen und mittleren Unternehmen, Massenentlassungen bei den großen Unternehmen.Porsche, vor drei Jahren in den Dax aufgenommen, musste diesen bereits wieder verlassen. Der CEO Oliver Blume musste zurücktreten, und hat seinem Nachfolger, Michael Leiters von McLaren, „schmerzhafte Einschnitte“, sprich Kündigungen, hinterlassen.

Porsche ist nur ein Beispiel. Das Autoland Baden-Württemberg steckt in einer existenziellen Krise. Allein Bosch, weltweit größter Autozulieferer, will in den kommenden Jahren 22.000 Stellen abbauen. Bei Mercedes erfolgt der Personalabbau schleichend über Abfindungsprogramme, die bislang bereits von 4000 Mitarbeiter genutzt wurden. ZF hat bis 2028 den Abbau von 14.000 Stellen angekündigt, wovon bereits wovon ein Teil bereits bis Ende 2025 realisiert wurde. Ein weiterer Stellenabbau ist in der Antriebssparte geplant, der bis 2030 etwa 7.600 Stellen umfassen soll.

Kürzungen, Anpassungen, Entlassungen wohin man sieht. Und das regional- wie industriepolitisch Bedenklichste daran ist. Es wird nur abgebaut, es kommt nichts Neues dazu.

Beschäftigungsintensive Massenfertigung fällt weg, es werden ganze Werke geschlossen. Modellreihen wie die A und die B Klasse bei Mercedes, oder die Produktion wichtiger Elektronikteile für Verbrennermotoren bei Bosch werden in Rastatt, Schwieberdingen und Friedrichhafen stillgelegt.

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