Der CDU-Spitzenkandidat für die anstehende Berliner Abgeordnetenhauswahl, Stefan Evers, hat mit einer neuen Plakatkampagne für Irritationen gesorgt. In verschiedenen Kontexten kommt in der Kampagne die Parole „Muss man wohl wieder CDU wählen“ zum Einsatz. Die Wortwahl legt nahe, dass sich die CDU offenbar selbst für eine reine Notlösung und das geringste Übel hält, anstatt ihr eigenes Profil in den Vordergrund zu stellen.
In den verschiedenen Varianten geht dem Slogan jeweils eine Frage oder Forderung voraus, auf die sich die CDU selbst als vermeintlich verlässlicher Problemlöser präsentiert. Auf einem Plakat heißt es etwa: „Extremisten von der Macht fernhalten? Muss man wohl wieder CDU wählen.“ Auf weiteren Plakaten lauten die vorgeschalteten Botschaften „Unsere Polizei stärken statt Polizeihasser dulden“ und „Weniger Pollerei, mehr Polizei“. Inhaltlich setzt die Kampagne damit vor allem auf Sicherheitsthemen, wobei der Verweis auf die CDU in einem fast resignativen Ton erfolgt.
Erstmals verwendete Evers den Slogan am 30. August auf X. Evers kommentierte damit einen Medienbericht über einen antisemitischen Vorfall bei einer Wahlkampfveranstaltung der Linken in Neukölln. Dort war der Rapper Dahabflex aufgetreten und hatte in seinem Song „Stop the Genocide“ unter anderem die Zeilen „Yalla, yalla Intifada“ und „Death to the IDF“ vorgetragen. Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp sah sich anschließend dazu gezwungen, sich von dem Auftritt zu distanzieren.
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