Die zentrale und politisch umstrittene Vorgabe gilt, also die Pflicht zur Nutzung „erneuerbarer Energien“ bei Heizungssystemen: Seit 1. Januar 2024 dürfen neu installierte Heizungen in Neubaugebieten nur betrieben werden, wenn mindestens 65 Prozent der erzeugten Energie aus erneuerbaren Quellen, also z.B. Wärmepumpen, Fernwärme, Solarthermie oder Biomasse stammt.
Nach aktuellem GEG werden die Anforderungen für Bestandsgebäude an das Vorliegen einer verbindlichen kommunalen Wärmeplanung gekoppelt. Städten mit über 100.000 Einwohnern muss ein entsprechender Plan bis Ende Juni 2026, kleineren Gemeinden bis 2028 vorliegen, damit dort die 65-Prozent-Regel voll greift. Damit wird die Verantwortung für einen Teil der Wärmewende stärker auf die Kommunen verlagert, was zusätzliche Koordinations- und Planungsaufgaben bedeutet. An denen dürften vor allem kleinere Kommunen eher scheitern.
Worüber die Regierung Scholz wesentlich stürzte, soll jetzt eines der wichtigsten Vorhaben der neuen Regierung werden. Es geht um nicht weniger als die Frage, was mit den Öl- und Gasheizungen in den Kellern der Häuser geschehen soll. Es geht um eines der größten Milliardengeschäfte unserer Zeit, kein Wunder, dass sämtliche betroffenen Hersteller, Verbände und sonstigen Interessenverbände mit den Hufen scharren, um ans Geld der Häuslebesitzer zu kommen.
Und was sich da nicht alles tummelt: Vom Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie, von einem Bundesverband Wärmepumpe (BWP) über einen Bundesverband energieeffiziente Gebäudehülle (BuVEG) bis zum Verband Gebäudeenergieberater Ingenieure Handwerk (GIH) und noch viele weitere Verbände und Vereine, die häufig mit üppiger Hauptstadt-Repräsentation ausgestattet sind. Das reicht bis zum sogenannten Energieberater, der wiederum seinen Arbeitsplatz grüner Bürokratie verdankt. Sie alle wollen nur das Beste für den oder besser vom Hauseigentümer und natürlich auch von den Mietern. Denn die Kosten neuer Heizungen müssen natürlich auf die Mieten umgelegt werden.
Dazu mischen auch die Schaumstoff-Hersteller mit, die Häuser in Styropor und ähnliche Kunststoffe einpacken wollen. So sagt Rainer Hüttenberger, Chef von Sto, dem Weltmarktführer für Wärmedämm-Verbundsysteme: „Eine Senkung des Energieverbrauchs des Gebäudes entlastet das Gesamtsystem“. Es werde CO₂ eingespart und der Bedarf an Stromerzeugungskapazitäten sinke. Deshalb sollte der Gesetzgeber „Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz des Gebäudes als alternative Erfüllungsoption berücksichtigen“. Also noch mehr Plastik an die Häuserwände. Die Fenster moderner Bauten gleichen aus Wärmeschutzgründen bereits mehr und mehr mittelalterlichen Schießscharten.
Polystyrol (Styropor) wird aus Erdöl hergestellt, ist energieintensiv in der Produktion und äußerst problematisch in der Entsorgung. In einer gedämmten Hausfassade können umgerechnet je nach Fläche, Stärke und Dichte bis zu 1.000 Liter Erdöl stecken.
DRAMA IN REGENSBURG: Geiseldrama beendet! SEK nimmt Verdächtigen fest - Ein Toter | STREAM










