Gegen den Berliner SPD-Spitzenkandidaten Steffen Krach läuft ein Ermittlungsverfahren. Das bestätigte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hannover, Kathrin Söfker, am Mittwoch der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung. In diesem Zusammenhang seien Durchsuchungen in Berlin und Hannover durchgeführt worden.
Betroffen seien drei Objekte, darunter das Regionshaus in Hannover. Ein Sprecher der Region Hannover bestätigte eine Durchsuchung in den Büroräumen des Regionspräsidenten. Krach ist formal noch Regionspräsident, derzeit aber im unbezahlten Urlaub; in wenigen Tagen will er für die Berliner SPD zum Regierenden Bürgermeister gewählt werden. Eine Vertreterin der Staatsanwaltschaft war den Angaben zufolge bei den Maßnahmen in Berlin vor Ort.
Zum Gegenstand des Verfahrens machte die Staatsanwaltschaft keine Angaben; weitere Details könnten die Ermittlungen gefährden. Medienberichten zufolge könnte es um das Vergabeverfahren beim Verkauf des früheren KRH-Klinikgeländes in Lehrte gehen. Dort hatte es im Mai 2026 Durchsuchungen bei der G&W Vermögensverwaltung und Geschäftsführer Gaurav Garg gegeben, im Raum stand der Vorwurf der Korruption. Ob und wie Krach damit in Verbindung steht, ist nicht bestätigt.
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