Wie Politik und Medien die rechte Ecke zur Metropole gemacht haben

vor 3 Tagen

Wie Politik und Medien die rechte Ecke zur Metropole gemacht haben
Bildquelle: Tichys Einblick

Es gibt auch herbe Wahlniederlagen, bei denen keine Partei auf dem Stimmzettel vertreten ist. Sachsen-Anhalt hat gerade eben erst eine solche produziert. Verloren haben die Landtagswahl auch große Teile des deutschen links dominierten Medienbetriebs. Sie haben diffamiert, alarmiert und den bevorstehenden Untergang ausgerufen. Am Ende standen 43,8 Prozent für die AfD auf der Uhr. Die Wahlbeteiligung erreichte mit 77,8 Prozent einen Rekordwert. 2021 waren es 60,3 Prozent gewesen.

Das ist für einen riesengroßen linken Medienapparat eine geradezu desaströse Bilanz, der seit Jahren nicht müde darin wird, zu erklären, er müsse die Demokratie retten. Deutschland unterhält dafür den größten zwangsfinanzierten Medienbetrieb der Welt. Allein der Rundfunkbeitrag spült jedes Jahr rund neun Milliarden Euro in das öffentlich-rechtliche System. Bezahlt wird unabhängig davon, ob jemand ARD und ZDF überhaupt sehen will.

Und was tut man in der Politik nicht alles dafür, um diese Propagandamaschine ARD und ZDF am Laufen zu halten. Mit lachhaften Inhalten, die der Realität entgegenlaufen, werden Tatorte produziert, die die aussterbenden CDU-Wähler jenseits der 70 noch ein paar Jahre in Schach halten. Und dann war’s das. Junge Menschen erreicht das ganze ohnehin kaum noch.

Vor Sachsen-Anhalt konnte man in seiner ganzen grellen Schönheit sehen, dass dieses publizistische Machtinstrument in sein Gegenteil verkehrt wurde. Besonders eindrucksvoll führte der Spiegel hierbei seine eigene Wirkungslosigkeit vor. Drei Wochen vor der Wahl setzte das Magazin Ulrich Siegmund auf den Titel und erklärte ihn zum „gefährlichsten Mann Deutschlands“. Im Inneren war vom „Gefährlichen Verführer“ die Rede.

Es muss sich wohl um die bestverkaufteste Ausgabe seit langem gehandelt haben. Das Heft wurde gekauft, anschließend auf AfD-Veranstaltungen herumgetragen, damit Siegmund sie signieren konnte. Anhänger ließen sich damit fotografieren. Die Ausgabe wurde zum Sammlerstück. Selbst die ZEIT musste später feststellen, dass aus der Warnung eine Trophäe geworden war und Exemplare teuer gehandelt wurden. Spiegel-Chefredakteur Dirk Kurbjuweit verteidigte den Titel noch einmal ausdrücklich und setzte sich dabei noch mehr Schachmatt. Ein sichtlich zufriedener Siegmund bezeichnete die Ausgabe als „sehr gute Werbung“.

Man muss eine solche Leistung erst einmal fertigbringen. Ein Nachrichtenmagazin möchte einen Politiker maximal dämonisieren und druckt ihm dafür das wirksamste Wahlplakat des Sommers. Mit Raketenschub! Der Kandidat braucht nur noch einen Filzstift, um daraus eine Autogrammkarte zu zaubern. Und dann gehen die Dinger auch noch für Rekordsummen auf Ebay weg.

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