Einem Bericht der britischen Zeitung The Times nach ereignete sich der Zwischenfall am vergangenen Donnerstag. Healey hatte zuvor britische Soldaten besucht, die in Südost-Estland stationiert sind – in einem Nato-Partnerland, das direkt an Russland grenzt und als potenzielles Ziel einer immer wieder thematisierten möglichen russischen Aggression gilt. Auf dem dreistündigen Heimflug mit einer Dassault Falcon 900LX der Royal Air Force wurde das GPS-Signal der Maschine massiv gestört.
Ein Times-Journalist, der den Minister an Bord begleitete, schilderte die Szene so: Handys und Computer verloren schlagartig die Internetverbindung. Die Piloten mussten auf alternative Navigationsmethoden umstellen, darunter waren inertialbasierte Systeme und die klassische Funknavigation.
Das Flugzeug flog nahe der russischen Grenze, in einem Gebiet, in dem Russland nach Erkenntnissen westlicher Geheimdienste und Experten regelmäßig starke elektronische Störsignale einsetzt. Für den Vorfall verantwortlich gemacht wird erneut Moskau. Das britische Verteidigungsministerium wollte sich auf Anfrage nicht offiziell äußern, doch aus Regierungskreisen hieß es, man gehe von einer gezielten elektronischen Kriegsmaßnahme aus.
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