Wie geht’s vom Rumoren in der CDU zum Sturz von Merz?

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Wie geht’s vom Rumoren in der CDU zum Sturz von Merz?
Bildquelle: Tichys Einblick

Unmöglich ist nichts. Mit einem Rücktritt von Friedrich Merz als Kanzler rechnet nach meiner Kenntnis niemand. Dazu zwingen kann ihn auch niemand. Jemand Ernstzunehmenden mit der nötigen Zahl von Abgeordneten hinter sich und dem Kandidaten für ein konstruktives Misstrauensvotum kenne ich auch nicht. Bleibt prozedural nur die Angriffsfläche CDU-Vorsitzender.

Der nächste ordentliche Bundesparteitag der CDU ist vom 18. bis 20. November 2027 in Frankfurt am Main angesetzt. Laut CDU-Satzung wird der Bundesvorstand nur in jedem zweiten Kalenderjahr neu gewählt. Also steht 2027 keine Vorstandswahl an, die nächste wäre 2028. Beim Unmutspegel X ist ein außerordentlicher Parteitag machbar.

Tino Schomann, Landrat des Landkreises Nordwestmecklenburg und Vize-Landesvorsitzender in Mecklenburg-Vorpommern fordert bisher als einziger explizit die Ablösung von Merz. Er hat nach dem CDU-Debakel in Sachsen-Anhalt klar und mehrfach gesagt: „Er muss runter vom Sessel, und da muss ein anderer rauf.“ Merz sei ungeeignet, ihm fehle es an Empathie, Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit; Berlin und Merz trügen die Hauptverantwortung für schlechte Ergebnisse. Schomann hofft auf mehr Druck von der Basis, will keine Neuwahlen, sondern den internen Wechsel.

Clara von Nathusius, Bundesschatzmeister der Jungen Union, sagt, mit diesem Kanzler seien „keine Wahlen mehr zu gewinnen“ und Merz solle „nicht noch mal antreten“. Sie hinterfragt die Brandmauer zur AfD als „gescheitertes Projekt“ und fordert, dass die Partei klarer definiert, wofür sie steht.

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