Weil sie ungern mit Linken zusammenarbeitet: Reichinnek zählt Union in Teilen „nicht mehr zur politischen Mitte“

vor 10 Monaten

Weil sie ungern mit Linken zusammenarbeitet: Reichinnek zählt Union in Teilen „nicht mehr zur politischen Mitte“
Bildquelle: Apollo News

Die Union gehöre nicht mehr zur politischen Mitte – das zumindest betonte Heidi Reichinnek nach der eigentlich erfolgreichen Verfassungsrichterwahl am Donnerstagabend. Dabei ist der Vorgang trotz der Kritik an der Kandidatin Ann-Katrin Kaufhold und einer nicht ganz sicheren Zustimmung der Linkspartei ohne weiteres Aufsehen über die Bühne gegangen.

Während sich die Union bedeckt hielt, keine Kritik mehr an einer der beiden SPD-Kandidatinnen äußerte, war es vor allem Linken-Fraktionschefin Heidi Reichinnek, die im Anschluss an den Vorgang im Bundestag das Fass noch einmal aufmachte und über die Union hinwegzog. „Dass es so lange gedauert hat, ist die Schuld der Union. Diese Farce war völlig unnötig und einer Regierungspartei nicht würdig“, so Reichinnek zu der eigentlich für Mitte Juli terminierten Wahl.

Damals hatte die Personalie Frauke Brosius-Gersdorf für Aufsehen gesorgt: Deren Arbeiten zur Menschenwürde bei ungeborenem Leben hatten eine massive Ablehnung in der Union hervorgerufen, die Wahl wurde schließlich von der Tagesordnung genommen, Brosius-Gersdorf rückte nach erhobenen Plagiatsvorwürfen später von der Kandidatur ab (mehr dazu hier). Reichinnek nannte das jetzt eine „rechtsextreme Hetzkampagne“, auf die Teile von CDU und CSU nicht nur hereingefallen seien, sondern die sie „aktiv befeuert“ hätten.

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