„Dieser Mann soll links sein?“ In einem Haltungsstück mit diesem Titel verteidigt Die Zeit CDU-Kanzler Merz dagegen, dass er »Deutschland in „Zahlungsfalle, Isolation und an den Rand des Kriegseintritts führe“ (Tichys Einblick) … ein „europäisches Fiasko“ (Apollo News) … und der „unkonservativste Kanzler in der Geschichte des Landes“ (Nius)«.
„Links“ ist so nichtssagend wie „rechts“ und zur politischen Einordnung von Merz entbehrlich wie von allen Berufspolitikern. Denn sie sind auf ihre persönliche Macht bedacht und auf sonst nichts. Der Rest sind Worte, nichtssagend und austauschbar.
Merz wird der Vorwurf gemacht, nicht die Wahrheit zu sagen. Darauf hat Merz kein Monopol. Zuerst lügen Spitzenpolitiker sich so lange selbst an, bis sie ihre Lüge für Wahrheit halten und sie von da an völlig überzeugt – manchmal überzeugend – den Bürgern mit williger Hilfe von Haltungsjournalisten als Wahrheit verkaufen.
Noch schlimmer als nicht die Wahrheit zu sagen, ist permanent schlafwandlerisch sicher politisch daneben zu liegen. Wie der zuhause genau so erfolglose Macron seinen „Freund“ Merz gnadenlos vorführt. Er manövrierte Merz beim Ukraine-Kredit der EU mit Orbán, Babiš, Fico, De Wever und Meloni aus und hat nun die Aussicht, mit Putin allein zu reden – ohne Merz. In Frankreich wird es Macron nicht retten, aber Merz schadet es überall.
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