Es gibt ein paar typische Symptome, an denen man erkennen kann, wie sehr der grün-linke Zeitgeist in Deutschland ein Ereignis fürchtet.
Ein verlässlicher Gradmesser ist die Beobachtung, wie früh der etablierte Medienapparat damit anfängt, das Ereignis „einzuordnen“. Dafür gilt die Faustregel: Je früher die Bataillone der regierungstreuen Journalisten ausrücken, desto mehr Angst hat die woke Reichshälfte vor einer Sache.
Vor dem Interview von Elon Musk mit Alice Weidel haben Deutschlands Grün-Linke demnach extrem große Angst gehabt.
Denn die treuen Heerscharen fingen schon lange VOR dem Gespräch damit an, die ganze Sache so negativ wie nur irgend möglich darzustellen. Der berüchtigte Anwalt Chan-jo Jun, Correctiv-Autor Lars Winkelsdorf und „Lobby Control“ raunten bereits Tage im Voraus, bei der ganzen Aktion handele es sich womöglich um eine illegale Parteispende.
Die EU-Kommission nahm die Vorlage dankbar auf und erklärte, etwa 150 (!) EU-Beamte würden das Interview genauestens verfolgen: um zu verhindern, dass die Algorithmen von Musks Plattform sein Gespräch mit Weidel bevorzugt anzeigen und so allgemein zu mehr Aufmerksamkeit verhelfen. Das, sagen die Eurokraten, würde andere Parteien benachteiligen und gegen geltendes EU-Recht für soziale Medien verstoßen.
Jetzt zeigt sich, wie segensreich die Netzwerkregulierungsvorschriften der EU sind – jedenfalls für die Parteien, die sich selbst als demokratisch und mittig bezeichnen. Der „Digital Services Act“ (DSA) soll nun die Handhabe gegen Musk liefern – denn der Milliardär tritt für politische Parteien ein, die seinen Kritikern zu weit rechts stehen. Manche halten es allerdings für eher peinlich, dass das Ereignis schon vorab zu depressiver Schnappatmung bei den üblichen Verdächtigen in der linken Reichshälfte der EU geführt hat.
Doch damit will man sich jetzt gar nicht mehr lange aufhalten. Denn die durchaus panische negative Vorberichterstattung zu dem Gespräch wurde spielend übertrumpft von der grenzwertig geifernden Nachberichterstattung.
Besonders tut sich hier zunächst das Newsletter-Portal „Table“ hervor. Hier hat man in allen Formaten durchgängig den Begriff „Einmischung“ vorgegeben: Musk mischt sich in den deutschen Wahlkampf ein.
Als der damalige Außenminister Frank-Walter Steinmeier 2016 den damaligen US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump einen „Hassprediger“ nannte, war das offenbar keine Einmischung. Als George Soros die Grünen als die „einzige konsequent pro-europäische Partei“ lobte, war das offenbar keine Einmischung. Als Luisa Neubauer in die USA flog, um für Kamala Harris Wahlkampf zu machen, war das offenbar keine Einmischung.
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