Wann lohnt es sich, gegen das Böse zu kämpfen?

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Wann lohnt es sich, gegen das Böse zu kämpfen?
Bildquelle: Tichys Einblick

Ostpreußen 1940, ein schöner Sommertag. Bonhoeffer sitzt nach einem Vortrag in Memel entspannt mit einem Freund in einem Kaffeegarten. Plötzlich dröhnt aus den Lautsprechern des Lokals das Fanfarensignal für eine Eilmeldung. Frankreich hat kapituliert, hieß die triumphale Botschaft.

Die Leute an den Tischen konnten es kaum fassen. Alle, die das Steckenbleiben der deutschen Offensive von 1914 nicht vergessen hatten, waren überwältigt von diesem grandiosen Blitzsieg. Die Besucher des Lokals sprangen auf, einige stiegen sogar auf die Stühle. Mit ausgestrecktem Arm riefen sie „Heil Hitler“ und sangen „Deutschland, Deutschland über alles“.

Auch Bonhoeffer war aufgestanden, hob den Arm zum Hitlergruß. Als sein Freund erstarrt sitzenblieb, raunte Bonhoeffer ihn an: „Steh auf! Nimm den Arm hoch! Mach mit!“ Hinterher erklärte er dem Freund, dass er für solche Peanuts wie den Hitlergruß nicht sein Leben riskieren wolle. „In diesen Dingen müssen wir uns ergeben. Wir müssen unsere Kräfte für den echten Widerstand bewahren.“

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