Die Bundesregierung möchte ab dem kommenden Jahr einen neuen Wehrdienst einführen. Einig sind sich Union und SPD aber offenbar dennoch nicht: Außenminister Johann Wadephul forderte jetzt nicht nur eine freiwillige Option, sondern eine „sofortige Wehrpflicht“, so der CDU-Politiker gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe.
Eigentlich hatte sich das Kabinett Ende August auf einen Gesetzesentwurf geeinigt (mehr dazu hier), in dem ein auf Freiwilligkeit basierendes Modell angestrebt wird. Ab der kommenden Woche soll dann der Bundestag über den Entwurf entscheiden, schon 2026 soll das Gesetz greifen. Unlängst ist aber bekannt, dass vor allem Abgeordnete der Union sogar eine Pflicht fordern.
Auch Wadephul bekräftigte dieses Bestreben jetzt noch einmal. „Aber das müssen wir in der Koalition miteinander besprechen“, so der Außenminister kurz vor der Beratung über das Gesetz im Bundestag. Der Entwurf sieht vor, dass zunächst Männer ab dem Jahrgang 2008 einen Fragebogen verpflichtend ausfüllen müssen. Im Juli 2027 sollen dann auch obligatorische Musterungen durchgeführt werden, um Daten über einsatzfähige Personen zu sammeln.
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