Wadephul: „Kurzfristig können sie nicht zurückkehren“ – Syrer in Deutschland weiterhin willkommen

vor 9 Monaten

Wadephul: „Kurzfristig können sie nicht zurückkehren“ – Syrer in Deutschland weiterhin willkommen
Bildquelle: NiUS

Außenminister Johann Wadephul dämpft die Erwartungen an eine schnelle freiwillige Rückkehr vieler syrischer Flüchtlinge. Bei einem Besuch in Harasta, einem stark zerstörten Vorort von Damaskus, schilderte er die Lage als weiterhin prekär. Nach seinen Worten sind große Teile der Infrastruktur noch immer unbrauchbar, was eine Heimkehr syrischer Asylbewerber kurzfristig wenig wahrscheinlich mache.

Wadephul sagte in Harasta: „Kurzfristig können sie nicht zurückkehren.“ Und weiter: „Hier können wirklich kaum Menschen richtig würdig leben.“ Mit Blick auf die allgemeine Lage erklärte er außerdem: „Und das wird nicht allzu viele jetzt dazu bewegen, kurzfristig diesen Schritt zu machen.“ Für in Deutschland lebende Syrer betonte er: „Jeder, der bei uns bleibt und sich bei uns in unsere Gesellschaft einbringt, integriert arbeitet“ sei weiterhin willkommen.

In Damaskus traf Wadephul Interimspräsident Ahmed al-Scharaa und Außenminister Asaad al-Schaibani. Wadephul forderte Garantien für „ein Leben in Würde und Sicherheit“ in Syrien – für alle Bürger unabhängig von Geschlecht, religiöser, ethnischer oder gesellschaftlicher Zugehörigkeit. Die Reise war aus Sicherheitsgründen zunächst geheim gehalten worden.

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