Die Hilfswerke Welthungerhilfe und Terres des hommes fordern 2,8 Milliarden Euro Entwicklungshilfe von Deutschland. Würde die Regierung dem folgen, müsste das Budget fast verdreifacht werden. Denn zurzeit wird im Auswärtigen Amt für humanitäre Hilfe nur eine Milliarde Euro ausgegeben.
In einem gemeinsamen Bericht, der am Mittwoch vorgestellt wird, fordern die Hilfswerke zudem, die Ausgaben für die Entwicklungszusammenarbeit nicht zu kürzen, wie Welt berichtet. Während sie Einsparungen befürchten, hat Deutschland letztes Jahr erstmals weltweit am meisten Geld für Entwicklungshilfe ausgegeben. Inflationsbereinigt wurden dafür 29,09 Milliarden US-Dollar ausgegeben. Auf dem zweiten Platz liegen die USA, deren Budget Trump auf 29 Milliarden US-Dollar gekürzt hat (mehr dazu hier).
„Humanitäre Hilfe muss bedarfsorientiert, neutral und unabhängig sein und darf nicht sicherheits-, migrations- oder geopolitischen Interessen untergeordnet werden“, heißt es in dem Kompass 2026 der Welthungerhilfe und von Terres des hommes. Die geplante Umstrukturierung im Auswärtigen Amt dürfe nicht dazu führen, dass die humanitäre Hilfe an Priorität verliere. Um Kosten zu sparen, sollen Abteilungen im Auswärtigen Amt zusammengelegt werden.
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