So wenig die deutsche Politik den Freien Westen in der Gestalt von JD Vance zu erkennen vermag, so wenig begreift sie, wie die heutige Bundesrepublik sich von ihm entfremdet hat. Was die Bundesregierung in ihren unwirschen Reaktionen vergisst: Deutschland braucht den Schutz der NATO. Ihn knüpft die US-Regierung nun an Bedingungen.
Der Freie Westen beruht auf wenigen Werten, ohne deren Geltung er nicht verdient, Freier Westen genannt zu werden. Zu ihnen gehören etwa die Meinungsfreiheit, Volkssouveränität und die öffentliche Sicherheit. Der amerikanische Vizepräsident JD Vance erwartet, dass Europa diese Werte ehrt, die seine eigenen, wie die Amerikas sind. Weil Europa dies in mancherlei Hinsicht nicht tut, forderte Vance auf der Münchner Sicherheitskonferenz am Freitag, „sollten wir uns fragen, ob wir uns selbst an entsprechend hohe Maßstäbe halten. Und ich sage ‚uns selbst‘, weil ich fest davon überzeugt bin, dass wir auf derselben Seite stehen. Wir müssen mehr tun, als nur über demokratische Werte zu reden; wir müssen sie auch leben.“
Es ist offensichtlich, dass der Vizepräsident den Europäern damit die Hand reicht. Er tut es aber nicht, ohne ihnen Kritik zuzumuten, was unter Verbündeten eine Selbstverständlichkeit sein sollte. Kritik kann ein freundschaftlicher Dienst sein, auch wenn sie wehtut. Die deutschen Reaktionen auf die historische Rede des Vizepräsidenten erwecken den Eindruck, als hätte dieser die Europäer wüst beleidigt. „Es war schon in gewissem Sinne ein europäischer Albtraum“, kommentierte Christoph Heusgen (CDU), der die seit 1963 jährlich tagende Münchner Sicherheitskonferenz leitet. „Aber gleichzeitig war das auch eine sehr klärende Konferenz", so Heusgen weiter, denn man könne erkennen, „dass dieses Amerika unter Trump auf einem anderen Stern lebt“.
Die Rede kann man sich in Zeiten von KI sogar in deutscher Übersetzung anhören. Hier ist sie in voller Länge:
DRAMA IN REGENSBURG: Geiseldrama beendet! SEK nimmt Verdächtigen fest - Ein Toter | STREAM










