Bislang führt Orbáns Wahlmaschine

vor 5 Monaten

Bislang führt Orbáns Wahlmaschine
Bildquelle: Tichys Einblick

Am Samstag begann offiziell der ungarische Wahlkampf. Am Ende entscheidet, wer am 12. April die meisten Stimmen bekommt. Aber schon der erste Wahlkampftag wurde von den Kontrahenten mit einer Leidenschaft ausgetragen, als sei es schon der Wahltag selbst.

Ab 9 Uhr morgens galt es, Unterschriften zu sammeln für die Direktkandidaten in den 106 Wahlkreisen. 500 Unterschriften sind nötig, damit jemand kandidieren kann. Bis 16 Uhr nachmittags konnten die Unterschriftenbögen an jenem Tag abgegeben werden (aber auch in den kommenden Wochen können jene, die noch Zeit brauchen, weiterhin Unterschriften sammeln).

Um 9.45 Uhr gab Viktor Orbán selbst bekannt, man habe bereits alle erfoderlichen Unterschriften abgegeben. Sein Wahlkampfchef Balázs Orbán (ein Namensvetter) gab später auch bekannt, wieviele: 196.000 Unterschriften. Tisza habe – so verkündete Fidesz, und bezog sich auf Angaben der Wahlkommission – nur 110.000 Unterschriften sammeln können.

Das reizte offenbar Oppositionsführer Péter Magyar, der zehn Minuten nach Orbán meldete, seine Partei habe alle erforderlichen Unterschriften abgegeben. Er behauptete zudem, das sei bei Fidesz nicht der Fall. Dann meldete er einige Stunden später noch einmal: Man habe viel mehr Unterschriften als Fidesz gesammelt, 250.000. Und man mache weiter, fast im selben Atemzug nannte er bereits die Zahl von 300.000.

Daraufhin bezichtigten alle einander der Lüge. In Wirklichkeit stimmt wohl keine einzige der angegebenen Zahlen ganz genau, in der Sache aber hatte Fidesz vermutlich recht.

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