Der Deal, den US-Präsident Donald Trump mit dem Regime in Teheran schließen will, wird in der arabischen Welt skeptisch bis stark ablehnend aufgenommen. Man wirft den Amerikanern Naivität vor. Das Abkommen würde den Iran zu einem „noch größeren Monster als zuvor“ machen.
Die am 17. Juni von Trump und dem iranischen Parlamentspräsidenten Mohammed Bagher Ghalibaf unterzeichnete Absichtserklärung sieht die Beendigung des Krieges, die Öffnung der Straße von Hormus und die Aufhebung von Sanktionen sowie Finanzhilfen für den Iran vor. Die Verhandlungen darüber sollen nicht länger als 60 Tage dauern.
Ausnahme-Genehmigungen für den Export von iranischem Rohöl, Erdölerzeugnissen und Derivaten, die Aufhebung aller Arten von „Sanktionen“, die Freigabe „eingefrorener oder beschränkter Vermögenswerte“ und vor allem 300 Milliarden US-Dollar für ein Wiederaufbau- und Entwicklungsprojekt im Iran nutzen nur dem Regime. Für die konkreten Zugeständnisse bekommen die USA nur die Öffnung der Straße von Hormus nebst Beteuerungen, niemals Atomwaffen herzustellen – eine Erklärung, die, wie schon in der Vergangenheit, unterlaufen werden kann.
Entsprechend zeigt man sich in der arabischen Welt entsetzt von den Inhalten der angestrebten Vereinbarung. Das Regime in Teheran destabilisiert seit vielen Jahren die nahöstliche Region durch die Unterstützung islamistischer Terrorgruppen und hat im Verlauf des Krieges zahlreiche arabische Staaten mit Raketen, Drohnen und Cruise Missiles (Marschflugkörpern) attackiert. Angriffsziele waren US-Militärbasen, Öl-Infrastruktur, Flughäfen und zivile Einrichtungen unter anderem in Bahrain, Kuwait, Oman, Jordanien, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten.
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