Trumps „Liberation Day“ wird teuer für die deutsche Autoindustrie

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Trumps „Liberation Day“ wird teuer für die deutsche Autoindustrie
Bildquelle: Tichys Einblick

Gestern verkündete US-Präsident Donald Trump während einer Zeremonie im Rosengarten des Weißen Hauses offiziell die neue Handelspolitik der USA, über die in den vergangenen Monaten heftig diskutiert wurde. Es wird generell ein neuer Zoll in Höhe von 10 Prozent für alle Importe erhoben werden, für einige Nationen, die das Weiße Haus als schlechte Handelspartner betrachtet, werden noch höhere Sätze gelten. So werden die USA für China einen Zoll von 34 Prozent, für Europa 20 Prozent und für Japan 24 Prozent verlangen. Dies seien „reziproke Zölle“, so Trump.

US-Senator Eric Schmitt (Rep Missouri) erklärt Trumps Zollpolitik so: „Seit dem Ende des Kalten Krieges ist die Handelspolitik der USA eine einzige Katastrophe. Wir haben Millionen guter Arbeitsplätze ins Ausland verlagert, unsere industrielle Kapazität ausgehöhlt und unsere Souveränität auf dem Altar der ‚globalen Wirtschaft‘ geopfert – während andere Nationen die Früchte ernten.“

Ab heute gelten Zölle auch für Auto-Importe in die USA in Höhe von 25 Prozent. Deutschland als der größte Autoexporteur der Europäischen Union in die USA wird davon erheblich betroffen sein. Nach vorläufigen Berechnungen der Unternehmensberatung von Deloitte hätten Zölle in Höhe von 30 Prozent die deutschen Autoausfuhren um ein Drittel einbrechen lassen. Das US-Analysehaus Bernstein schätzt laut Handelsblatt die Nettokosten für VW, BMW und Mercedes auf etwa elf Milliarden Euro. Die neue Zollpolitik wird erhebliche Auswirkungen auf die europäische, vor allem die deutsche Automobilindustrie haben. Der geht es schlecht, die Autohersteller haben bereits hohe Gewinneinbrüche bekannt gegeben.

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