500 neue KI- und Cyberexperten für die EU

vor etwa 10 Stunden

500 neue KI- und Cyberexperten für die EU
Bildquelle: NiUS

Die Europäische Union stockt ihren Beamtenapparat genau für die Bereiche auf, die sie selbst erst jüngst mit einem dichten Regelwerk überzogen hat. Die Personalbehörde EPSO sucht jetzt rund 500 neue Beamte für künstliche Intelligenz und Cybersicherheit – finanziert wird alles aus einem EU-Haushalt, der schon jetzt auf Rekordniveau ist.

In den vergangenen Jahren hat Brüssel im Digitalbereich ein Regelwerk geschaffen, das Unternehmen in Deutschland und ganz Europa dauerhaft beschäftigt: Der AI Act stuft Systeme nach Risiko ein, verlangt Transparenz und Dokumentation und gibt dem neuen KI-Büro der Kommission Durchgriffsrechte auf Unternehmen. Seit August 2026 kann die Behörde gegen Anbieter allgemeiner KI-Modelle vorgehen.

Dazu kommen weitere EU-Gesetze, die Firmen gleichzeitig beachten müssen: der Datenschutz, Regeln für den Umgang mit Daten, Vorschriften für große Internetplattformen und extra Regeln für die mächtigsten Digitalkonzerne. Bei der IT-Sicherheit gelten schärfere Pflichten für Betreiber wichtiger Infrastruktur, für digitale Produkte und für Banken. Viele Behörden kontrollieren dasselbe Feld – in den Mitgliedstaaten und in Brüssel. Selbst in der EU-Hauptstadt heißt es inzwischen: Den Überblick zu behalten, ist schwer. Offenbar so schwer, dass man hunderte neue Beamte sucht.

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