Ausgerechnet am 11. September und ausgerechnet in Hamburg: Dort, wo sich einst Mitglieder der später als „Hamburger Zelle“ bekannt gewordenen Gruppe um Mohammed Atta trafen und die Anschläge vom 11. September 2001 mit vorbereiteten, wird 25 Jahre später ein steuergeldgefördertes Theaterstück mit dem Titel „Terrorist*innen“ aufgeführt.
Am 11. September 2026 feiert die Produktion vom Theaterkollektiv Theater Colonia und dem 1000&Ein Kollektiv im Hamburger Monsun-Theater Premiere. Das Stück beschäftigt sich mit der Frage, wer als Terrorist gilt – und wer darüber entscheidet. Laut Ankündigung kreist das Stück um eine fragwürdige These: Menschen, die als Terroristen bezeichnet werden, könnten sich selbst schließlich als Freiheits- oder Widerstandskämpfer verstehen.
Bemerkenswert sind aber nicht nur Datum und Ort. Die Produktion beziehungsweise der Aufbau des dahinterstehenden 1000&Ein Kollektivs wurde auch mit Fördermitteln unterstützt. Das Monsun-Theater nennt das Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen sowie die Imhoff-Stiftung als Förderer.
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