Tatort Saarbrücken: Clans, welche Clans?

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Tatort Saarbrücken: Clans, welche Clans?
Bildquelle: Tichys Einblick

Saarbrücken ist schön. Besonders dann, wenn alle schlafen, lässt es sich hier offenbar prächtig Spazierengehen. Kommissarin Pia Heinrich (Ines Marie Westernströer) kann mal eben zur Nachtapotheke schlendern, um dort ihre verschreibungspflichtigen Tabletten (250 Euro für die Packung) abzuholen. Den Hinweis der Apothekerin (Sophie Roßfeld) „aufpassen mit dem Zeug“ und die möglichen Implikationen für ihren Polizeidienst überhören wir dabei mal lieber.

Entspannt fahren die beiden Angestellten einer Werttransportfirma (Aytac Celik und Ralf Hochstädter, gespielt von Mücahit Altun und Jean-Luc Bubert) flache Frauenfeindliche Witze reissend („..Frauen sind genauso lecker wie Speck, bringen einen genauso langsam um..“) mit ihrer Fracht von 3 Millionen Euro durch die Nacht, spielen bei dem Gedanken daran und an ihre Schufterei im Schichtdienst mit der Aussicht, dass sich das Blatt ja bald wenden könnte. Dafür sorgt das Drehbuch von Melanie Waelde, aber nicht so, wie die beiden Sicherheitsleute sich das gedacht haben, denn kurze Zeit später blockiert ein Lieferwagen die Strasse und vermummte Gestalten umringen den Geldtransporter, ganz wie in der Saarländer Realität (hier vom SR gemeldet).

Die Verbrecher machen Tabula rasa, sprengen nicht nur den Geldtransporter auf, sondern auch noch das zweite Fahrzeug, um Spuren zu vernichten. Da das Sicherheitsfahrzeug nicht automatisch Videoüberwacht wird, müssen die Insassen den Überfall selbst mit den Handys filmen. Höchstädter, Vater von Zweien, wird die brenzlige Atmosphäre im Wagen unerträglich und er steigt aus, wird dabei aber von der zweiten Explosion getötet. Seine Frau, die grade aus dem gemeinsamen Haus ausziehen muss, weil sie sich das nicht mehr leisten könnten, kommentiert die Todesnachricht lapidar: „wir schrieen uns nur noch an…konnten das Haus nicht abbezahlen…er kam oft nach Dienst nicht Heim…“

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