Ludwig Erhard rotierte wohl in seinem Grab, müsste er den mit chirurgischer Präzision vorgetragenen Kampf gegen die von ihm begründete und umgesetzte Soziale Marktwirtschaft miterleben. Auch sein später Nachfolger im Amt des Bundeskanzlers, Friedrich Merz, macht hier keine Ausnahme. Merz erweist sich als einer der zynischsten und effektivsten Kämpfer gegen die Freiheit: Auch er zieht zur Therapie der erkrankten Ökonomie die Spritze mit eben jenem Gift auf, das den Patienten Deutschland schwer erkranken ließ. Green Deal nennt sich diese Mixtur aus der Giftküche des Sozialismus, die die Schlangenölverkäufer von Berlin über Paris bis Brüssel mit apokalyptischer Medienarbeit und ihrer kafkaesken Subventionsmaschine injizieren.
Deutschlands Öffentlichkeit wurde regelrecht weichgekocht. Wie sonst ist es zu erklären, dass der jährliche Subventionsberg, den der Freiburger Ökonom Lars Feld im vergangenen Jahr auf 321 Milliarden Euro schätzte, Schicht um Schicht höher aufgeworfen werden kann, ohne jede Aufsicht, ohne Transparenz und öffentliche Debatte?
Wird nicht dieses Kapital sehr präzise gegenwärtigen und zukünftigen Steuerzahlern entzogen? 58 Prozent der Deutschen, berichtet die Norisbank von einer eigenen Umfrage, müssen bereits den Gürtel enger schnallen, verkneifen sich Luxuskonsum, Urlaub oder vermeintlich überflüssige Ausgaben im Alltag. Hier finden sich die Symptome des Interventionismus, der Günstlingssubvention, im großen Stil.
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