Sterbehilfe: Kanadischem Priester wird wegen Hüft-OP „assistierter Suizid“ angeboten

vor 3 Monaten

Sterbehilfe: Kanadischem Priester wird wegen Hüft-OP „assistierter Suizid“ angeboten
Bildquelle: NiUS

Schock für einen katholischen Priester in Vancouver: Ärzte und Pfleger schlugen ihm im Krankenhaus assistierten Selbstmord vor, obwohl er nicht lebensbedrohlich erkrankt war. Solche Fälle nehmen in Kanada seit Jahren zu.

Pater Larry Holland, 79, brach sich an Weihnachten 2025 bei einem Sturz in seinem Badezimmer die Hüfte und begab sich anschließend zur Behandlung ins Vancouver General Hospital, wie The B.C. Catholic, das offizielle Medium der römisch-katholischen Erzdiözese Vancouver, zuerst berichtete. Der Priester betont, dass sein Zustand weder damals noch heute lebensbedrohlich sei. Dennoch habe ein Arzt die Möglichkeit angesprochen, dass er im Falle einer Verschlechterung seines Zustands durch das in Kanada staatlich finanzierte und betriebene Programm „Medical Assistance in Dying“ (MAiD) sein Leben selbst beenden könne.

Der Arzt habe ihm gesagt, MAiD sei „etwas, das man mit jemandem besprechen müsse, der eine terminale Diagnose erhalten hat“. Einige Wochen später habe ihm auch eine Krankenschwester MAiD angeboten. Ausgerechnet Holland, der Euthanasie aus religiös-ethischen Gründen ablehnt.

Die „medizinische Assistenz beim Sterben (Medical Assistance in Dying, MAiD)“ wird auf zweierlei Art geleistet: assistierter Suizid (Patienten erhalten ein Medikament, das sie selbst einnehmen) und aktive Sterbehilfe (Euthanasie): Eine Ärztin oder ein Pfleger verabreicht die tödliche Substanz direkt. In Kanada ist die zweite Form die häufigere.

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