Nachdem ein Gericht den Sikh Vickrum Digwa wegen des Mordes an Henry Nowak verurteilt hatte, ist in der britischen Politik eine Debatte über den Fall entbrannt. Während Konservative empört auf den Mord reagieren und eine grundlegende Reform der Polizei fordern, wirft ihnen die Linke Instrumentalisierung und Spaltung der Gesellschaft vor.
Dass sich Keir Starmers Kabinett überhaupt zum Fall Nowak äußerte, ist dem Parlamentspräsidenten Sir Lindsay Hoyle zu verdanken. Der Sprecher musste eine Regierungserklärung am Mittwoch regelrecht erzwingen, indem er im Unterhaus erklärte, der Fall sei „von legitimem Interesse für das Haus“. Er erwartete eine Erklärung der Regierung, andernfalls würde er eine sogenannte „dringende Frage“ abseits der Tagesordnung zulassen.
Doch selbst vor dieser Regierungserklärung drückte sich Starmer und schickte seine Innenministerin Shabana Mahmood ins Unterhaus, die eine Stellungnahme verlas. Darin verurteilte sie den Mord an Henry Nowak, warnte jedoch vor einer Politisierung des Falls.
Großbritannien dürfe nicht zulassen, dass der Mord an Henry Nowak dazu führe, dass sich Gemeinschaften „gegeneinander wenden“, so Mahmood. „Wir glauben in diesem Land nicht an Kollektivstrafen, sondern stellen uns gemeinsam gegen einen Akt des puren Bösen“, erklärte sie weiter.
DRAMA IN REGENSBURG: Geiseldrama beendet! SEK nimmt Verdächtigen fest - Ein Toter | STREAM










