Die SPD-Bundestagsfraktion stellt sich hinter das neue Steuerkonzept des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall reagiert scharf und wirft dem DGB vor, notwendige Reformen zu blockieren. Wenn sich daran nichts ändere, müsse es angesichts der Lage „ohne ihn“ gehen, sagte Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführer Oliver Zander.
Der DGB hatte ein Steuerkonzept vorgelegt, das Beschäftigte mit kleinen und mittleren Einkommen entlasten soll. Gleichzeitig fordert der Gewerkschaftsbund höhere Belastungen für hohe Einkommen, große Vermögen, Erbschaften und Unternehmen. Nach Angaben des DGB sollen rund 95 Prozent der Beschäftigten bei der Einkommensteuer entlastet werden. Zur Gegenfinanzierung setzt der Gewerkschaftsbund unter anderem auf eine wieder erhobene Vermögensteuer, eine Vermögensabgabe für „Superreiche“, Änderungen bei der Erbschaftsteuer und perspektivisch eine höhere Körperschaftsteuer.
Die SPD begrüßt diesen Vorstoß ausdrücklich. Wiebke Esdar, finanzpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, erklärte: „Wir begrüßen das heute vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) vorgestellte Steuerkonzept: Die SPD und die Gewerkschaften ziehen hier an einem Strang – es muss gerechter zugehen in unserem Land.“ Der DGB habe recht, Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen sowie Familien bräuchten jetzt spürbare Entlastung. Gleichzeitig müssten „die Superreichen stärker zur Kasse gebeten werden“.
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