Die Politik hat den Herstellern für grünen, also größtenteils CO2-frei produzierten Stahl, den roten Teppich ausgerollt – mit Subventionen und viel ideologischem Pathos sollte eine große grüne Fiesta starten. Doch mit ArcelorMittal ist der erste große Gast der Party abgesprungen, noch bevor es richtig losgehen konnte. Offenbar führt der rote Teppich nicht zur glanzvollen Zukunft klimaneutraler Industrie, sondern geradewegs in die kalte Realität des globalen Wettbewerbs. Und dort wartet keine Party, sondern eine knallharte Kostenrechnung.
In einem Land, das sich mit der stur durchgepeitschten Klimawende ökonomisch selbst aus dem Spiel genommen hat, sollte das defensive Investorenverhalten niemanden wundern. Zentral geplante Dekarbonisierung bedeutet in erster Linie Deindustrialisierung.
Die Fakten sind unbestechlich: Die grüne Wende ist für jedermann sichtbar gescheitert, die Industrie zieht sich auf breiter Front aus dem ideologischen Stahlgewitter Deutschlands zurück. Die grüne Transformation hat den Steuerzahler Billionen Euro gekostet und nichts hinterlassen als einen Scherbenhaufen aus Regulierungen und eine Energiekrise, die die deutsche Industrie weitgehend aus ihrer Wettbewerbsposition katapultiert hat. Es wäre nachgerade absurd, von der Wirtschaft unter diesen Bedingungen einen Treueschwur zum deutschen Standort zu erwarten: Grüner Pathos schreibt den Firmen messbaren Substanzverlust in die Bilanz. Die reagieren mit der Kostenschere und strichen in den vergangenen 12 Monaten 120.000 Jobs allein in der Industrie.
DRAMA IN REGENSBURG: Geiseldrama beendet! SEK nimmt Verdächtigen fest - Ein Toter | STREAM










