Parteiarbeit ist im Wesentlichen eine Melange aus Medienstrategie, Personenkult und dem Ringen um die Ausweitung der eigenen Machtsphäre. Im Willy-Brandt-Haus, der Schaltzentrale der Sozialdemokraten, scheint man sich für dieses Jahr auf eine zweigleisige Medienstrategie verständigt zu haben: Es geht um Geben und Nehmen.
Den Reichen will man über die Ausweitung der Erbschaftsteuer auf Firmenvermögen nehmen, was ihnen nach dem Moralkodex der Sozialdemokraten nicht zusteht. Geben will man dem Bürger einen Korb günstiger Lebensmittel. Nach Jahren kontinuierlich steigender Lebensmittelpreise haben die SPD-Parteistrategen also das ideale Marketinginstrument entdeckt und siehe da: Es geht um die Kaufkraft der kleinen Leute.
Ja, Sie haben richtig gehört. Der kleine Mann – diese obszöne Arroganzfloskel des linken Salons, die die tiefsitzende Verachtung für die Lebenswirklichkeit der Menschen kaum verbergen kann, wird im Abstiegskampf bemüht. Lars Klingbeil und die Vorkämpfer der sozialen Gerechtigkeit signalisieren: Wir wollen zurück zu unseren Wurzeln. Nach Jahren der Bewirtschaftung des woken, emotional instabilen Segments unserer Gesellschaft, rückt nun der Stammwähler wieder in den Fokus: Der Arbeiter.
Sind die Sozialdemokraten etwa bei ihrer tiefschürfenden Suche nach einer Lösung für das Inflations- und Verarmungsproblem der unteren Schichten auf Grund gestoßen? Man will die großen Discounter und Lebensmittelhändler in einer freiwilligen Initiative verpflichten, einen vorgegebenen Warenkorb mit Grundnahrungsmitteln günstig und preisstabil in ihr Angebot aufzunehmen. Es klingt kindlich – und das ist es auch.
DRAMA IN REGENSBURG: Geiseldrama beendet! SEK nimmt Verdächtigen fest - Ein Toter | STREAM










