In der CSU ist ein offener Machtkampf entbrannt! Parteivize und EVP-Chef Manfred Weber geht auf den CSU-Vorsitzenden und bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder los – freilich, ohne diesen beim Namen zu nennen. Doch gegen wen sich die Attacken richten, ist unverkennbar. In einem fünfseitigen Brief an die CSU-Mitglieder hält Weber mit Kritik und verbalen Breitseiten gegen den Parteichef nicht zurück, berichtet der „Münchner Merkur“.
„Es waren die besten Jahre für die CSU, als wir nicht dem Zeitgeist gefolgt sind, sondern unseren Überzeugungen“, stichelt Weber, der allerdings selber als der Mensch gewordene Opportunismus gilt. Die CSU müsse „das Gemeinwohl wieder visionär ins Zentrum unserer Politik rücken“, heißt es in dem Brief weiter. Dann eine volle, kaum verklausulierte Breitseite gegen Söder: „Dieses Gemeinschaftsgefühl werde ich aber weder mit Schlagzeilen noch mit Klickzahlen, sondern nur mit Kreativität, Mut und Ideen erreichen.“
Ausgerechnet der windschnittige EU-Karrierist Weber beruft sich dabei auf „das Erbe von Franz Josef Strauß“. Die Reden der CSU-Legende, führt Weber in seinem Brief weiter aus, „waren alles andere als Folklore, waren keine Show, waren streckenweise nicht mal unterhaltsam. Er mutete seiner Partei einiges an politisch schwerer Kost zu. Sind wir heute dazu auch noch bereit?“
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