Sind die Deutschen zu feige, ihren Zerstörern die Stirn zu bieten?

vor etwa 2 Monaten

Sind die Deutschen zu feige, ihren Zerstörern die Stirn zu bieten?
Bildquelle: Tichys Einblick

„How dare you!“ Diese drei Worte, wiederholt ausgerufen durch ein 16-jähriges autistisches Mädchen anlässlich der UN-Klimakonferenz am 23. September 2019 in New York, sind die wahrscheinlich folgenreichsten und teuersten Worte der deutschen Wirtschaftsgeschichte.

Es war nicht zu übersehen, dass die mittlerweile als unbelehrbare Antisemitin entlarvte Greta Thunberg Hilfe benötigte. Doch die spektakulär inszenierte Instrumentalisierung einer jugendlichen Patientin für die Finanzinteressen der bereits damals bestens geschmierten tKlima-Industrie machte sie in den Augen insbesondere der fanatisierten deutschen Medien endgültig zur Klima-Ikone, die in eine Reihe mit rhetorischen und moralischen Giganten der Weltgeschichte wie Martin Luther King gestellt wurde.

Die EU-Kommission unter ihrer Präsidentin Ursula von der Leyen vollendete diesen Auftritt quasi mit der Verabschiedung des „European Green Deal“, der mit dem Verbrenner-Verbot die vorsätzliche Zerstörung der europäischen und insbesondere der deutschen Automobilindustrie bis zum Jahr 2035 in die Wege leitete.

160 Jahre weltweiter Dominanz deutscher Ingenieurskunst, die seit den Zeiten von Nikolaus Otto, Carl Benz, Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach dem Land und dem Kontinent Wohlstand gebracht hatte und die gerade in der langen Übergangsphase zur Elektromobilität von entscheidender Bedeutung gewesen wäre: Zerstört, weder durch Wirtschaftskrisen noch durch zwei Weltkriege, sondern ohne jeden deutschen Widerstand innerhalb von wenigen Wochen von ebenso anmaßenden wie ahnungslosen EU-Technokraten ohne demokratische Legitimation aufgrund dünnster Narrative einer Klimasekte, die nicht das Wetter von morgen voraussagen kann, aber das Wetter in 100 Jahren durch Windräder und Deindustrialisierung sowie durch Mobilitäts- und Konsumverzicht „retten“ will.

Wie kann das sein? Wie kann ein Volk mit der historisch höchsten Dichte an Akademikern innerhalb kurzer Zeit dermaßen um seinen Verstand gebracht werden, dass nicht einmal die elementarsten Abwehrreflexe gegen eine offen suizidale Politik wirksam werden, die unweigerlich zu Armut und Massenelend außerhalb der steuerfinanzierten grünen Bourgeoisie führen wird?

Und vor allem: Wie kann es sein, dass in nur zehn Jahren zwischen 2012 und 2022 der Klimawahn nicht der einzige widerstandslos hingenommene Exzess der existenzgefährdenden Selbstermächtigung selbsternannter Moraleliten war, sondern  diese Scheineliten den Deutschen innerhalb kürzester Zeit gleich fünf Mühlsteine um den Hals gehängt haben, von denen jeder einzelne die Kraft hat, das Land zu ruinieren?

Dass innerhalb desselben Zeitraums Deutschland in bis dahin unvorstellbarer Weise verdreckt und verrottet ist, das einst bewunderte Musterland effizienter Infrastruktur hinsichtlich der Berechenbarkeit des Zugverkehrs inzwischen noch hinter Burkina Faso rangiert und dass man angesichts einstürzender Brücken und unendlicher Projektdauern wie beim BER-Flughafen oder beim Bahnhof Stuttgart 21 zum Gespött der Weltpresse geworden ist: Das alles ist erschütternd, aber fast schon nebensächlich angesichts der gewaltigen Bedrohungen aufgrund des historischen Totalversagens der deutschen Politik in allen Schlüsselmomenten der vergangenen 15 Jahre.

Wie konnte all das passieren, wo doch fortlaufend und sogar zunehmend von einem „Nie wieder“ in Bezug auf die Verblendung und Aufhetzung eines Volks durch falsche Narrative die Rede ist. Die Antwort ist ernüchternd einfach und sie wurde bereits vor mehr als 100 Jahren durch Walter Lippmann gegeben, den vielleicht einflussreichsten politischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Der Erfinder des Worts vom „Kalten Krieg“ im Nachkriegs-Europa hat 1922 in seinem Hauptwerk „Die öffentliche Meinung“ den aus seiner Sicht anzustrebenden Mechanismus der Herausbildung einer öffentlichen Meinung im Zeitalter der Informationsüberflutung des Bürgers skizziert.

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