Die sich vertiefende Wirtschaftskrise und eine emporstrebende konservative Front in Osteuropa setzen die Europäische Union unter Zugzwang. Brüssel reagiert auf den wachsenden Druck repressiv und begibt sich auf das dünne Eis von Zensur und Meinungskontrolle. Diese Politik zwingt zur Unterwerfung oder motiviert sezessionistische Bestrebungen.
Zwei gut dokumentierte politische Spannungsfelder beschreiben den Sinneswandel der Brüsseler EU-Kommission. Da wäre einerseits der aus Brüssel und London sabotierte Ausstieg Großbritanniens aus der EU, sowie andererseits der Dauerkonflikt mit Viktor Orbáns Ungarn.
Orbán besteht auf dem Recht nationaler Souveränität, nimmt dafür die schlechte Presse aus Brüssel, Berlin und Paris ebenso gelassen hin wie die wiederkehrenden Strafmaßnahmen der EU-Kommission für den Alleingang in der Migrationspolitik (gut, die Rechnung begleicht der Steuerzahler).
Über die Jahre mutierte Orbán so zur personifizierten Sezessionsdrohung im Angesicht Brüsseler Großmannsträume – ein national-konservatives gallisches Dorf mit psychopolitischem Ansteckungspotenzial für andere Nationen.
Dort, wo globalistische Ideologie Transgender-Ansprüche moralisch auflädt und medial inszeniert, um das zu bewirken, was Sozialisten seit jeher anstreben – die traditionelle bürgerliche Familie zu entwerten – stellt Orbán seine familienpolitische Abwehr in den Weg. Steuervorteile für Mütter signalisieren klare Prioritäten – in Ungarn gilt die Familie als Nukleus der Gesellschaft. Sie ist die zivilisatorische Kraftzelle, Hort sozialer Sicherheit und ideologischer Formung von Individuen, deren Horizont intergenerational aufgespannt ist. Hier hat der Staat nichts zu suchen.
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